DerBlödeDritteMittwoch - Theater am Werk

DerBlöde­Dritte­Mittwoch

DerBlödeDritteMittwoch präsentiert Positionen der zeitgenössischen Avantgarde für ein breites Publikum in Form einer monatlichen Veranstaltungsreihe. Insbesondere widmet er sich den Genres (experimentelle) Musik, Medienkunst, Performance und Video.

Inhalt

DerBlödeDritteMittwoch präsentiert Positionen der zeitgenössischen Avantgarde im informellen Rahmen für ein breites Publikum in Form einer monatlichen Veranstaltungsreihe. Insbesondere widmet er sich den Genres [experimentelle] Musik, Medienkunst, Performance, Video und angrenzenden Kunstsparten.

Mehr Infos unter www.bloedermittwoch.klingt.org.

 

Kommende Ausgaben

Line Up folgt in Kürze

Line Up folgt in Kürze

*** Human-algorithmic calibration // Anke Eckardt (Installation)
Eine politische Perspektive: Die Kalibrierung zwischen Menschen und Algorithmen ist als Routineverfahren durchzuführen. Das Vorgehen bedarf der Wiederholung in diskreten Zeitintervallen, da trotz früherer Fehlererfassung eine erforderliche Normale nicht gegeben ist. In der Installation wird die menschliche Wahrnehmung zu zwei Licht- und Klangquellen kalibriert. Wie in Kalibrierungsprozessen üblich, steht die perzeptive Konformitätsaussage im Zentrum. Aktuell wird diese durch immanente Kalibrierungsunsicherheiten in Frage gestellt, erzeugt durch mangelnde Rückführbarkeit der Sinnesinformationen in komplexer Umgebung. Mit jeder Kalibrierung entlang der Rückführbarkeitskette nimmt die Unsicherheit zu. Der perzeptive und kognitive Blendfaktor ist intersubjektiv zu bestimmen und zu dokumentieren.

Credits

Lichtkonzept: Anke Eckardt
Programmierung Algorithmus: Dominik Lekavski
Soundkonzept: Anke Eckardt
Soundmaterial: Anke Eckardt & Antuum

 

 

Biografie

Anke Eckardt ist eine deutsche Künstlerin, die mit Klang, Licht, Skulptur, Text und neuen Medien arbeitet. Ihre intermedialen Installationen untersuchen Fragen von Kommunikation, Identität, Machtverhältnissen und den gesellschaftlichen Auswirkungen technologischer Entwicklungen. Ihre Arbeiten wurden international präsentiert, unter anderem bei Ars Electronica, dem CTM Festival, dem Haus der Kulturen der Welt und der Némo Biennale. Seit 2023 ist sie Professorin für Bildende Kunst an der Kunstuniversität Graz und lebt in Graz und Wien. www.ankeeckardt.com

*** What happened in the Hayloft // Bernhard Hadriga & Aurel Violas (Konzert) Was passiert, wenn zwei Musiker nur noch wenige Tage Zeit haben, um ein ganzes Leben miteinander zu verbringen? Wie klingt eine zusammenbrechende Synekdoche? Was bleibt, nachdem der Nachhall verhallt ist? Was ist auf dem Heuboden geschehen?

Credits

Gitarre & Electronics: Bernhard Hadriga
Schlagzeug: Aurel Violas

Biografien

Bernhard Hadriga ist ein in Wien lebender Gitarrist, Improvisator und Medienkünstler. Im Zentrum seiner Arbeit steht die Erweiterung der klanglichen Möglichkeiten der E-Gitarre durch elektroakustische und elektronische Verfahren, Abstraktion und erweiterte Spieltechniken. Er arbeitet als Musiker für Bühne und Studio sowie als Video- und Fernsehproduzent und kooperiert mit zahlreichen Künstler*innen der österreichischen und internationalen Improvisations- und Experimentalszene. Aurel Violas ist ein französischer Schlagzeuger, Komponist und Bandleader. Nach Studien in Paris, Brüssel, Amsterdam und Philadelphia entwickelte er eine vielseitige Praxis zwischen Jazz, Improvisation und zeitgenössischer Musik. Seit 2018 leitet er sein eigenes Trio und ist Mitbegründer des Amsterdamer Sextetts Chai Masters. Seine Arbeit verbindet rhythmische Neugier, kompositorische Offenheit und internationale Zusammenarbeit. https://bernhardhadriga.at/ https://aurelviolas.com

 

 

*** Nerv // Camilla M. Fehér & Liudmila Siewerski (interdisziplinäre Konzert-Performance)

Das Nervensystem vergisst nicht – jede Erschütterung, jeder Reiz hinterlässt Spuren. Die Performance NERV übersetzt dieses Prinzip auf die Bühne: Tape-Recorder zeichnen live Atem, Stimme, Geräusche und Klänge auf, die während der Aufführung fortlaufend überschrieben und neu zusammengesetzt werden – writing, re-writing. Mit Glas, Kabeln, Stahldraht, Kontaktmikrofonen, Tape-Recordern und Synthesizer entsteht ein performativer Kreislauf, der dem „Perceptual Response Circle“ folgt. Videoprojektionen öffnen mikroskopische Bildwelten und machen das Nervensystem als Raum der Verarbeitung erfahrbar. Im Zentrum steht die Frage: Wie lassen sich eingeschriebene Muster verändern?

NERV ist eine interdisziplinäre Performance über Überforderung, Erinnerung und Transformation. Zwischen Stille und Noise entsteht ein Ritual der Wahrnehmung, das auf eine Gegenwart reagiert, die von Krisen, Informationsflut und permanenter Reizüberlastung geprägt ist. Die Performerin bewegt Objekte und wird zugleich von ihnen bewegt. Aus Klang, Material und Projektion entsteht eine lebendige Landschaft, die Themen wie Verlust, Trauer und Verbundenheit verhandelt und das Publikum zu einer vertieften Wahrnehmung einlädt.

Camilla M. Fehér arbeitet seit vielen Jahren an der Schnittstelle von Tanz, Bewegung, Performance sowie Musik und Sound. Sie arbeitet interdisziplinär zu Themen unter der Reihe The Resonating Body und hat u.a. 2025 auf dem Heroines of Sound Festival ihre Arbeit M-The Resonating Body performt, wo sie ebenfalls Material-Körper und elektronische Musik zu einer Performance verwoben hat. Seit mehreren Jahren forscht Fehér zu Somatik und Körper, diese Ansätze übersetzt sie in ihrer performativen Arbeit. Themen wie Trauma, Erinnerung, die Rolle, die man in einer Gesellschaft innehat oder übernimmt und eine feministische Positionierung finden in ihren performativen Arbeiten Ausdruck.

Liudmila Siewerski ist Medienkünstlerin, Medienszenografin und Lehrende in Berlin. In ihren Arbeiten verbindet sie Projektion, digitale Bildwelten, audiovisuelle Performance und immersive Installationen. Im Fokus stehen kollektive Erinnerung, Fragmentierung und der urbane Raum als gemeinsamer Erfahrungsort. Ihre Werke wurden international auf Festivals und im öffentlichen Raum präsentiert, darunter im Rahmen des Video Mapping Festival (Lille), das Leipzig Light Festival und See Djerba. 2025 erhielt sie den Emerging Artist Prize des Video Mapping Festivals. https://www.camillamilenafeher.com/ https://siewerski.com/

*** Eigenhändisch erzeugte und elektrisch verstärkte mechanische Schwingungen im elastischen Medium Luft mit sozio-kognitiven Anknüpfungsofferten für mehrere gleichzeitig anwesende Rezipient*innen // dieb13 (Konzert)

Ein Solokonzert von dieb13: Drei Schallplattenspieler, Mischpult, Schalplatten, digitale Hilfsmittel. dieb13, seit rund 30 Jahren als Turntablist damit beschäftigt, die kulturellen Codes in Plattenrillen mittels Kollision und Überlagerung zu knacken und für sich und anwesendes Publikum erfahrbar zu machen, hat über den Sommer sein Instrumentarium – 3 Plattenspieler, ein Mischpult, etliche selbst hergestellte Schallplatten und ein digitales, selbstprogrammiertes Effektgerät – überarbeitet und unterzieht es für den blöden Mittwoch im Rahmen von Wien Modern einer schonungslosen Rekontextualiaiserung im Angesicht rasanter globaler soziopolitischer und damit auch sozioästhetischer Verschiebungen. https://dieb13.klingt.org/

Vergangene Ausgaben

*** ambo // Frise Lumière (Konzert)

*** Sea Cucumber’s Living Room // Frederik Marroquín (Performance)

*** Infra // Pudelek, Dinkhauser und Mayer (Konzert)

*** Krst// Adina Camhy (Konzert)

*** Kann die Miete nicht zahlen // Leo Riegler (Performance)

*** Sinder und Sünnstifter // Sinnthese (Concert)

Adina Camhy is interested in the pressing questions of our time, in technology, history and memory, in peripheries and glimpses beneath surfaces. Camhy researches, deconstructs and remixes. Her work spans across various media such as sound, video and visual arts. In her music she interweaves electronics, field recordings, voice and effects, creating subtle, alienated and eery fragmented soundtrack-like soundscapes between noise, ambient, drone and industrial. Camhy’s current work process focusses on the rugged landscape of the carst / krst / karst in the Capitalocene. Violent human practices are stored in the area in the form of traces, incisions and memories: remnants of wars, extraction, trade routes.

krst constructs thread figures between human- and non-human narrations, incidents of a present, echoes of a past and a future yearning for a utopia of solidarity.

Leo Riegler liest aus seinem neu erschienenem buch und begleitet sich selbst mit ein wenig musik.

As “Sinnthese” Jakob Henneken plays nervous synth pop that looks wistfully at the harsher edge of electronic music. Trivial-radical lyrics and fragmentary sounds between sound art and the avant-pop of NDW. Last April, the debut album “Sünder und Sinnstifter” was released, which is newly arranged, edited, and nervösifiziert for DerBlödeDritteMittwoch.

Sep.
16
Mittwoch
20:00 - 23:00
Petersplatz
Geplant
Okt.
21
Mittwoch
20:00 - 23:00
Petersplatz
Geplant
Nov.
25
Mittwoch
20:00 - 23:00
Petersplatz
Geplant

Eine Veranstaltung vom Verein für Kunstvermischung 

In Kooperation mit Theater am Werk