Vorschau
Hier werden zukünftig Informationen zu unseren nächsten künstlerischen Vorhaben zu finden sein, die entweder noch keine fixierten Aufführungsdaten haben oder sich noch in langfristiger Planung befinden.
Aber da wir neugierig machen wollen, teilen wir gern alles, was wir schon wissen mit unserem Publikum. Ganz spannend wird es hier wieder im September 2026, wenn wir die Pläne für die neue Spielzeit 2026/2027 veröffentlichen.
Produktionen in Planung
OPEN CALL Theater am Werk und Showcase Beat Le Mot
Das Theater am Werk in Wien und das Berliner Theaterkollektiv Showcase Beat Le Mot entwickeln für Jänner 2027 das Projekt Raven mit Long Covid. Es entsteht eine Zusammenkunft, die an drei Tagen mit künstlerischen Beiträgen in den Räumlichkeiten des Theater am Werk im Kabelwerk stattfindet. Raven mit Long Covid ist Symposium, Zusammenkunft und ein Stück über Höchstleistungen und was passiert, wenn nichts mehr geht. Bezugsrahmen ist die chronische Erkrankung ME/CFS.
Das Event schafft einen Raum für das vielfältige und oft hybride Wissen, die Geschichten und die Kunst, die unter den Bedingungen und im Umfeld der chronischen Erkrankung ME/CFS entstehen. Referenzen sind Exzess und Club-Kultur der 90er Jahre und klaustrophobische Fantasien des erzwungenen Stillstands. Für die Gestaltung der Veranstaltung laden wir erkrankte und nicht erkrankte Künstler*innen mit verschiedenen Beiträgen ein.
Wir suchen Kontakt zu Long Covid-, Post Covid-, ME/CFS-erkrankten Menschen, Begleiter*innen, Aktivist*innen, Expert*innen, Künstler*innen und Theaterbesucher*innen, die sich mit eigenen Beiträgen beteiligen möchten.
Im erweiterten Austausch wollen wir Möglichkeiten erarbeiten, wie Beiträge, Vorträge, Workshops, Erfahrungsberichte, künstlerische Intervention, Songs, o.ä. eingebunden und an den Veranstaltungstagen präsentiert werden können.
Showcase Beat Le Mot sind fünf weiße, cis gelesene Männer, Jahrgang 1968–1985. Vier von ihnen sind nicht behinderte Personen, eine Person ist chronisch krank (ME/CFS). Das Theater am Werk ist ein Haus für zeitgenössische darstellende Kunst in Wien (www.theater-am-werk.at).
Bei Interesse mitzumachen und für Fragen freuen wir uns auf Post an Hannah Egenolf (Theater am Werk) unter: opencall@theater-am-werk.at
OPEN CALL Eltern gesucht!
Du erwartest ein Kind oder bist in den letzten zwei Jahren Mutter/Vater geworden? Dann mach mit beim neuesten künstlerischen Experiment Becoming Data der mehrfach preisgekrönten Gruppe Laokoon!
Die Künstler*innen Laura Andreß, Cosima Terrasse und Moritz Riesewieck fragen in ihrer Theaterperformance Becoming Data, die in der Spielzeit 2026|27 u.a. am Theater am Werk zu sehen sein wird, nach dem Einfluss digitaler Daten sowie Künstlicher Intelligenz auf die Geburt und die frühe Kindheit eines Menschen. Was bedeutet es, dass Eltern heutzutage in Sekundenschnelle von Suchmaschinen, Baby-Apps und KI-Bots Rat zu jeder nur erdenklichen Frage rund um ihren Nachwuchs einholen können? Was verraten die Google-Suchen der Eltern, ihre Zwiegespräche mit ChatGPT oder die Bewegungsdaten ihrer Smartphones über die Schwangerschaft, die Geburt und die ersten Lebensjahre eines Kindes? Und wo geraten die datenbasierten Erzählungen an ihre Grenzen?
Bislang haben wohl nur die wenigsten von uns Erinnerungen an die ersten zwei bis drei Jahre ihres Lebens. Wie aber wird es für Menschen sein, die heute geboren werden und die als Erwachsene auf ganze Datenbanken voller Fotos und Videos aus ihrer frühen Kindheit, auf Chats und Google-Suchen ihrer Eltern und viele weitere digitale Daten werden zugreifen können? Werden sie künftig wissen, wie sie zu denen geworden sind, die sie als Erwachsene sind?
Wenn du Lust hast, mehr über das künstlerische Experiment zu erfahren und Dir vorstellen kannst, daran teilzunehmen, schreibe einfach bis zum 19. August eine E-Mail an becomingdata@proton.me
Die Teilnahme ist selbstverständlich auch in anonymisierter Form möglich!
Becoming Data ist eine Koproduktion der Gruppe Laokoon mit den Münchner Kammerspielen und dem Theater am Werk. In Kooperation mit dem Festival Theaterformen und dem Schauspielhaus Wien.