Wir haben versagt - Theater am Werk

Wir haben versagt

35 JAHRE AKTIONSTHEATER ENSEMBLE TEIL 2

von Martin Gruber und aktionstheater ensemble

Jede*r Einzelne glaubt die richtige Lösung zu haben. Ohne Politkabarett, aber mit einigen realpolitischen Anspielungen, kommen wir abermals zu dem Schluss, dass es unmöglich zu sein scheint, dem jeweiligen Gegenüber zuzuhören. – Martin Gruber

Inhalt

Trump bietet eine regressive Idee von Männlichkeit, schreibt Elisabeth Spiers am Tag nach der US-Wahl in den New York Times. Das Bild der toxischen Männlichkeit also. Auch als Booster für sämtliche kriegerische Eskalationen weltweit. Der um sich schlagende alte und mittlerweile auch junge Mann und Wähler, flankiert von nicht wenigen ergebenen Frauen, scheint auch hierzulande der Steigbügelhalter der extremen Rechten zu sein. 

Gleichbedeutend mit diesem Sieg des Patriarchats, hat wohl auch das Ich über das Wir gesiegt. Und hier beginnen die Grenzen zwischen den Lagern ins Wanken zu geraten. Das Ich, also auch das auf unserer Seite, steht über dem Wir. Jeder Einzelne, jede Einzelne glaubt die richtige Lösung zu haben. Ohne Politkabarett, aber mit einigen realpolitischen Anspielungen, kommen wir abermals zu dem Schluss, dass es unmöglich zu sein scheint, dem jeweiligen Gegenüber zuzuhören.“

Martin Gruber über die neue Uraufführung „Wir haben versagt“

Das aktionstheater ensemble ist eine freie Theatergruppe in Österreich, die 1989 vom Regisseur Martin Gruber gegründet wurde. Das Ensemble ist bekannt dafür, die Gegenwart besonders schnell zu reflektieren. In ihren Stücken werden grundsätzlich Themen verarbeitet, die sich mit dem zeitgenössischen Menschen auseinandersetzen. Es ist zum Paradigma der Gruppe geworden, Theaterstücke ohne Handlung zu entwickeln. Die Stücke entstehen aus einer Kombination von Interviews mit Schauspieler*innen und Autor*innentexten, die im Probenprozess zu einer collagenartigen Dramaturgie gebaut werden. Mit dieser Arbeitsweise nähert sich das Ensemble dem zeitgenössischen dokumentarischen Theater an, allerdings steht die poetische Verdichtung der Realität im Vordergrund. Von 2015 bis 2017 sowie im Jahr 2021 wurde das Ensemble für den Nestroy-Theaterpreis in der Kategorie „Beste Off-Produktion“ nominiert. 2016 erhielt das Ensemble den Preis. 2023 wurde es mit dem Österreichischen Kunstpreis für Darstellende Kunst ausgezeichnet.

Es sind keine Veranstaltungen mehr am Spielplan

Credits

Martin Gruber

Martin Gruber und Ensemble

Martin Ojster

Valerie Lutz

Resa Lut

Julius Hellrigl

 

YOUCANCALLMEO (Jean Philipp Oliver Viol)

Sanna Hufsky

Gerhard Breitwieser

Zeynep Alan

Monica Anna Cammerlander

Thomas Kolle

Danielle Pamp

Benjamin Vanyek

Jean Philipp Viol

Eine Produktion von aktionstheater ensemble

In Kooperation mit Spielboden Dornbirn und Theater am Werk

Uraufführung

 
Aus der Produktion