
die theatermacherinnen
versuch einer fortsetzung
- Inszenierung: Mateja Meded
Was bedeutete es, im Wien der 80er Jahre als Frau eine Führungsposition auszuüben? Die Regisseurin Mateja Meded stellt in ihrem Theaterabend Fragen nach Wissensweitergabe und Veränderung zwischen den Generationen bis in die Gegenwart hinein.
- Premiere: 27.03.2026
- Sprache: Deutsch
- Spielort: Petersplatz
Inhalt
Was bedeutete es, im Wien der 80er als Frau eine Führungsposition auszuüben? Johanna Tomek – Schauspielerin, Regisseurin, Mitbegründerin des Schauspielhauses Wien, der Drachengasse und später des Theaters m. b. H. – inszenierte anfänglich unter dem Pseudonym „August Himmel“, weil weibliche Regie für viele kaum vorstellbar war. Oh, die freie Szene der 80er und 90er. Hier wurden Häuser besetzt, es wurde gefordert, gescheitert, kritisiert, geredet, gehandelt, Blut an Wände gespritzt und alles neu gedacht, im Sog der Möglichkeiten. Romantisch? Hier wurden demokratische und undemokratische Entscheidungen getroffen, Strukturen aufgebrochen und reproduziert.
Heute finden zwei Frauen die Scherbe eines zerbrochenen Kruges im Theater am Petersplatz. Die Spur führt zu Helga Illich, Schauspielerin, Regisseurin, Mitbegründerin der Gruppe 80. Doch je tiefer die Protagonistinnen in die Mechanik des Theaters eintauchen, desto stärker verschwimmen die Grenzen zwischen Probe und Realität. Wo begann dieses Spiel? Wer inszeniert wen, wer hat die Kontrolle? Ist es Zeit, dass wir uns (neu) organisieren? Was als Hommage beginnt, wird zur Obsession, bis die Spielerinnen sich als Figuren eines Stücks wiederfinden, das sie nicht mehr selbst steuern können. Eine metareferentielle Geschichte über Kreation und Freiheit trifft auf Fragen nach Wertschätzung, Wissensweitergabe und Veränderung zwischen Generationen. Es geht um Erwartungshaltungen an Vorbilder, um Hoffnungen, Enttäuschungen – und darum, wie wir Leben und Arbeit in unserer gemeinsamen Gesellschaft gestalten. Es geht um den nächsten Schritt.
Credits
Konzept
Hannah K Bründl & Carmen Kirschner
Hannah K Bründl
ist Autorin von Lyrik, szenischen Texten und Prosaformen. Ihre Arbeiten wurden in Zeitschriften (u.a. manuskripte, BELLA triste, Transistor) und in Anthologien wie dem Jahrbuch der Lyrik publiziert, erhielten den 2.Feldkircher Lyrikpreis, den Poesiepreis Ausseerland sowie den manuskripte Literaturförderpreis 2025. Hannahs szenische Texte waren beim Münchner Förderpreis, Hans-Gratzer-Stipendium, Retzhofer Dramapreis und Preis des Theaters Drachengasse zu sehen. 2020 entstand das im Kollektiv geschriebene und selbstproduzierte Hörspiel es gibt diese namen/es gibt diese wut über Sexismen im Literaturbetrieb. Es wurde für den ARD PiNball nominiert und bei u.a. SRF zwei und Deutschlandfunk Kultur ausgestrahlt. Hannah lebt in Wien. Zuletzt erschienen: tender, Edition Goldstück der Wiener Wortstaetten 2024 (Uraufführung am Schauspielhaus Graz 2026) und schilfern, Ritter Verlag 2025.
Carmen Kirschner
ist Schauspielerin und freischaffende Theatermacherin in Wien. In ihren eigenen Arbeiten entwickelt sie Theater entlang biografischer Erfahrung und weiblichen Erinnerungslinien – zwischen Körper, Geschichte und Gegenwart. Mit Dippel. Diagnose CIN 3 brachte sie 2023 im Kosmos Theater Wien eine Auseinandersetzung mit Frauen*gesundheit auf die Bühne – von Gebärmutterhalskrebs bis Endometriose. Wichtig ist ihr dabei immer der Humor. Der Falter schrieb: „Schräg!“ Engagements führten sie u. a. ans Staatstheater Meiningen, ans Theater der Jugend, zu den Raimundspielen Gutenstein und zu den Wiener Festwochen.
Inszenierung
Mateja Meded
geboren in Jugoslawien, lebt seit 1992 in Deutschland und ist Schauspielerin, Autorin, Regisseurin und Filmemacherin. Während ihres Studiums an der Filmuniversität Babelsberg arbeitete sie bereits am Maxim Gorki Theater Berlin. Dort war sie Mitglied des Ensembles, welches das mehrfach ausgezeichnete Theaterstück Common Ground entwickelt und geschrieben hat. 2018 wurde sie als beste Schauspielerin bei dem Socially Relevant Film Festival New York nominiert. 2021 war sie mit ihren Shitfluencers Teil des Digitaltheaters am Theater Neumarkt in Zürich. Es entstanden kurze Theaterfilme, die Mateja Meded geschrieben, inszeniert und geschnitten hat. Im gleichen Jahr wurde ihre Videoinstallation bei der Architekturbiennale Venedig in einer Gruppenausstellung gezeigt. Aktuell arbeitet Mateja Meded an der Filmtrilogie Hack the system. Sie schreibt regelmäßig journalistisch, gibt Lectures über Flucht, Kunst, Politik und Migration und entwickelt kleine Performances für Kunstinstitutionen. 2024 zeigte Sie ihr Stück Fotzenschleimpower gegen Raubtierkaputalismus bei den Wiener Festwochen.
Text
Hannah K Bründl
ist Autorin von Lyrik, szenischen Texten und Prosaformen. Ihre Arbeiten wurden in Zeitschriften (u.a. manuskripte, BELLA triste, Transistor) und in Anthologien wie dem Jahrbuch der Lyrik publiziert, erhielten den 2.Feldkircher Lyrikpreis, den Poesiepreis Ausseerland sowie den manuskripte Literaturförderpreis 2025. Hannahs szenische Texte waren beim Münchner Förderpreis, Hans-Gratzer-Stipendium, Retzhofer Dramapreis und Preis des Theaters Drachengasse zu sehen. 2020 entstand das im Kollektiv geschriebene und selbstproduzierte Hörspiel es gibt diese namen/es gibt diese wut über Sexismen im Literaturbetrieb. Es wurde für den ARD PiNball nominiert und bei u.a. SRF zwei und Deutschlandfunk Kultur ausgestrahlt. Hannah lebt in Wien. Zuletzt erschienen: tender, Edition Goldstück der Wiener Wortstaetten 2024 (Uraufführung am Schauspielhaus Graz 2026) und schilfern, Ritter Verlag 2025.
Mit
Helga Illich
Carmen Kirschner
Berenice Pahl
& Johanna Tomek
Tonaufnahmen
Johannes d’Amico
Eine Produktion von Carmen Kirschner
In Koproduktion mit Theater am Werk
Uraufführung

