
Die Quelle
- Inszenierung und Text: Calle Fuhr
- In Kooperation mit DOSSIER
Der BAWAG-Skandal oder auch die IBIZA -Affäre: Hinter diesen Skandalen stecken Menschen, die Journalist*innen sensible Informationen gegeben haben. Gemeinsam mit DOSSIER stellt Regisseur Calle Fuhr nun eine dieser Quellen ins Zentrum seines Stücks.
- Premiere: 16.04.2026
- Sprache: Deutsch
- Spielort: Kabelwerk
Inhalt
Der BAWAG-Skandal, IBIZA, Geheimplan gegen Deutschland, die NSA-Affäre: Hinter all diesen Skandalen stecken Quellen, also Menschen, die Journalist*innen sensible Informationen gegeben haben. Ohne Quellen hätte es die Enthüllungen oben genannter Fälle wohl nie gegeben: Ohne Menschen, die bereit sind, ihren Job, ihre Sicherheit, ja ihr Leben zu riskieren.
Gemeinsam mit der investigativen Journalismus-Plattform DOSSIER stellt Autor und Regisseur Calle Fuhr nun eine Quelle ins Zentrum seines neuen Stücks. Über Monate hat Fuhr mit Journalist*innen aus Österreich und Deutschland gesprochen, um die Mechanismen hinter dem sogenannten Whistleblowing zu begreifen und konnte dabei sogar mit einigen Quellen persönlich in Kontakt treten. Die daraus entstandene Geschichte ist fiktiv – allerdings voller Anspielungen auf reale Fälle. Dieser Psycho-Thriller erzählt davon, wie Quellen in Konzernen unterdrückt werden, Journalist*innen verfolgt und wie manchmal eben doch die Wahrheit siegt.
Calle Fuhr erzählt im Vorfeld der Produktion, wie man investigative Recherchen auf die Bühne bringt:
Das Tolle ist, dass es dafür kein Rezept gibt. Das Wie entsteht nicht bei mir im Stillen am Schreibtisch, sondern im Dialog mit DOSSIER. In den letzten Jahren haben wir verschiedene Ansätze gefunden, um investigativen Recherchen einen Raum auf der Bühne zu geben – bei jedem Projekt war es ganz anders. So auch jetzt, wenn wir uns in Die Quelle auf Whistleblowing konzentrieren und auf die Opfer, die es mit sich bringen kann.
Im Rahmen von Die Quelle findet am 25.04.2026 ein „Dialog am Werk“ mit dem Titel Wahrheit verteidigen statt.
DOSSIER ist ein unabhängiges, gemeinnütziges österreichisches Medium für investigativen und datenbasierten Journalismus, gegründet 2012. Es zeichnet sich durch intensive Recherchen, multimediale Aufbereitung und strikte ethische Standards aus – finanziert durch sein Publikum und Kooperationen, aber ohne Werbung oder Großsponsor*innen.
Credits
Inszenierung
Calle Fuhr
Calle Fuhr wurde 1994 in Düsseldorf geboren und erzählt Geschichten für die Bühne, das Radio, den Film und auf Spotify. Seine Ausbildung erlangte er als Regieassistent in Düsseldorf, Prag und Wien. Seit einigen Jahren widmet er sich komplexen Themen und bringt diese lustvoll und verständlich auf die Bühne. So entstanden neben den Arbeiten zur Schuldenbremse, Abende zur Korruption in Österreichs größtem Konzern OMV, zum Braunkohlekonzern LEAG oder zum Aufstieg und Fall des Immobilien-Magnaten René Benko. Seine Arbeiten wurden bereits in mehrere Sprachen übersetzt und auf internationalen Festivals gezeigt.
Bühne & Kostüm
Sophie Eidenberger
Dramaturgie
Hannah Lioba Egenolf
Mit
Dennis Cubić
Nach dem Abitur studierte Dennis Cubic Schauspiel am Max Reinhardt Seminar in Wien. Während des Studiums spielte er in dem österreichischen Kinofilm Antares von Götz Spielmann mit, wofür ihm 2005 der Undine Award als bestem Filmdebütanten verliehen wurde. Zudem wurde er als bester Schauspieler in einem Kinofilm auf dem Baja California Filmfestival nominiert.
Seit dem Abschluss des Studiums im Jahr 2004 bespielt er freiberuflich verschiedene Theaterhäuser in Österreich und Deutschland und dreht für Film und Fernsehen.
Es kommt zur Zusammenarbeit mit zahlreichen Regisseuren, u.a. Roland Suso Richter, Dieter Berner, Milan Peschel, Harald Sicheritz, Patric Chiha, Jacob M. Erwa, Michi Riebl, Peter Payer, Rene Medvešek, Matthias Freihof, Alexander Simon, Ali Abdullah, Josef Köpplinger, Pedro Martins Beja, Angela Richter, Folke Braband und Stephanie Mohr.
Auf der Bühne spielte Dennis Cubic u. a. im Theater in der Josefstadt, im Schauspiel Frankfurt, im Stadttheater Klagenfurt, im Künstlerhaus Mousonturm in Frankfurt, im Théâtre National du Luxembourg, im Cameri-Theater in Tel Aviv, im Werk X in Wien, bei den Vereinigten Bühnen Bozen, im Landestheater Niederösterreich und im Volkstheater in Wien.
Gerti Drassl
Gerti Drassl, geboren in Bozen, absolvierte ihre Schauspielausbildung am renommierten Max-Reinhardt-Seminar. Seither ist sie sowohl auf der Bühne wie vor der Kamera erfolgreich. Sie spielte am Theater in der Josefstadt und ist am Volkstheater in Wien zu sehen. Außerdem gastiert sie auf diversen Bühnen. Im April 2023 feierte Die Redaktion Premiere am Volkstheater Wien unter der Regie von Calle Fuhr, mit dem Gerti Drassl bereits in Heldenplätze zusammenarbeitete.
Sie reüssierte in zahlreichen Film-, Fernseh- und Hörfunkproduktionen. Im Jahr 2024 stand sie für drei Kinoproduktion und einen TV-Film vor der Kamera, darunter für WELCOME HOME BABY, der die Sektion Panorama bei der Berlinale 2025 eröffnete.
Mit großem Erfolg liefen in Österreich und Deutschland drei Staffeln der Vorstadtweiber mit Gerti Drassl in der Rolle der Maria, die durch eine Achterbahn der Gefühle geht.
Gerti Drassl erhielt zahlreiche Nominierungen und Auszeichnungen: den Nestroy Preis in der Kategorie Beste Nachwuchsschauspielerin, den Undine Award als Beste weibliche Darstellerin und den Romy Award als Shooting Star 2006, außerdem 2013 den Deutschen Schauspielpreis als beste Schauspielerin in einer Nebenrolle, den Österreichischen Filmpreis für die Beste weibliche Nebenrolle. 2018 wurde ihr der Wiener Schauspielerring verliehen. Sie war für den Nestroy-Preis 2022 in der Kategorie PUBLIKUMSLIEBLING nominiert. 2023 wurde FRANKY FIVE STAR mit dem Preis der ökumenischen Jury beim Filmfestival Max Ophüls Preis ausgezeichnet. 2024 wurde sie für WALD und PERSONA NON GRATA sowie 2025 für GINA beim Österreichischen Filmpreis 2025 nominiert.
Kaspar Locher
Geboren 1988 in Basel, Schauspielstudium an der Zürcher Hochschule der Künste, ab 2011 im dortigen Masterstudiengang. 2010 wurde Kaspar Locher mit dem Förderpreis der Armin-Ziegler-Stiftung ausgezeichnet. Während der Studienzeit 2012/13 Engagement im Studio des Theaters Chemnitz. Ab 2013 war er Ensemblemitglied am Schauspielhaus Graz und wechselte 2015 mit Anna Badora an das Volkstheater Wien. 2017 erhielt er den Dorothea-Neff-Preis in der Kategorie „Bester schauspielerischer Nachwuchs“. 2019-23 Ensemblemitglied am Schauspiel Hannover. Zusammenarbeit u.a mit Laura Linnenbaum, Philipp Preuss, Stephan Kimmig, Marie Bues, Milena Michalek und Armin Petras, mit dem er zuletzt auch als Gast am Deutschen Theater Berlin gearbeitet hat. Seit der Saison 2023/2024 ist er wieder in Wien und festes Ensemblemitglied am Schauspielhaus Wien.
Johannes Nussbaum
Violetta Zupančič
Violetta Zupančič wurde 1989 in Wien geboren. Sie studierte von 2008 bis 2012 Schauspiel an der Universität für Musik und darstellende Kunst Graz und schloss mit Auszeichnung ab. Danach war sie mehrere Spielzeiten festes Ensemblemitglied am Theater Erlangen. Seit 2018 arbeitet sie freischaffend in ihrer Heimatstadt Wien. Sie war unter anderem am Theater am Werk in „Minihorror“ zu sehen, sowie am Kosmos Theater, Theater der Jugend und Stadttheater Klagenfurt.
Regieassistenz
Cintia Sepp
Eine Produktion des Theater am Werk
In Kooperation mit DOSSIER und Schauspielhaus Wien
Uraufführung

